Ankunft in Livingstone/Sambia/Afrika

HalliHallo

Nun wo ich endlich richtiges Wlan gefunden habe kann ich erzählen was ich in den ersten Tagen in Afrika alles erlebt habe.

Nach dem ich am Tag vor der Abreise meinen Koffer ausgepackt hatte (23kg sind echt wenig), war er nun endlich da. Der 10. August. Der Tag meiner Abreise nach Sambia. Als ich meinem Zuhause endlich Tschüss gesagt hatte, was zugegebener massen gar nicht so ganz einfach war, machte ich mich mit meinen Eltern auf den Weg nach Frankfurt um dort meine „Mit-Freiwilligen“ Niklas, Fabian und Susann zu treffen. Nach ausgiebigem Tschüss sagen sassen wir dann tatsächlich im Flieger. Selbst bei unserem Zwischenstop in Johannesburg konnten wir noch kaum glauben, dass wir jetzt tatsächlich in Afrika sind.

In Livingstone angekommen wurden wir von unserer Projekt Managerin Nina und unseren „Vorgänger-Freiwilligen“ empfangen und gleich mal, richtig afrikanisch, auf der Ladefläche eines Trucks nachhause gefahren. Nachdem wir das wichtigste besprochen hatten und noch eine Runde durch die Stadt spaziert sind, sind wir dann alle todmüde in unsere neuen Betten gefallen.

Am nächsten Tag ging es dann gleich mit vollem Programm los. Morgens haben die „alten“ Freiwilligen“ uns mit auf den Maramba Market genommen. Wow, das war echt eindrücklich. In super engen, Labyrinth-artigen Gässlein findet man alles von Kosmetik über Schuhe, Tücher und Schneiderständen bis hin zu Gemüse, Fleisch und getrocknetem Fisch, der zugegebenermassen etwas gewöhnungsbedürftig riecht. Die vielen Tiere (Hühner, Katzen, Hunde etc.) peppen das Bild des Marktes noch zusätzlich auf. Zum Mittagessen gab es dann das traditionell sambische Gericht Nchima (Maisbrei, der mit Gemüse und/oder Fleisch gegessen wird), das, wie ich erfahren habe, mit den Händen gegessen wird. Anfangs war das schon echt speziell, aber spätestens beim zweiten Mal Nchima ist das schon völlig normal.

Am Nachmittag folgte gleich die nächste sehr spezielle Erfahrung. Mit einem Share-Taxi sind wir mit Lucas nach Mukuni gefahren. Share-Taxis sind kleine Busse in denen definitiv mehr Leute drin sitzen als eigentlich sollten, die alle etwa in die gleiche Richtung wollen. Mukuni liegt eine gute halbe Stunde von der Stadt entfernt, und ist ein typisches Village. Heisst also: Asphaltierte Strassen gibt es gar nicht und Betonhäuser sind eine echte Seltenheit. Man wohnt also in Hütten aus Lehm mit Grasdächern und Wasser findet man nur an einem einzigen Ort im Village, das immerhin etwa 5000 Einwohner hat. Das Dorf ist, auch wenn man sich als Europäer ein Leben dort vermutlich nicht vorstellen kann, echt schön und die Leute sind super freundlich. Was jedoch einen nicht so positiven Eindruck hinterlassen hat, ist die Bar am Dorfeingang, vor der sehr viele, sehr betrunkene Leute anzutreffen waren, welche natürlich überrascht waren plötzlich so viele weisse anzutreffen, und darauf teilweise aggressiv reagiert haben.

Der eigentliche Grund, weshalb wir da waren, ist aber, dass Lucas dort mitgeholfen hat ein super Fussballprojekt für die Kinder des Dorfes aufzubauen das mittlerweile sogar in einer kleinen Liga spielen. Aus ein paar Baumstämmen oder grossen Ästen wurden dort Fussballtore gebastelt, die deutlich stabiler sind als sie aussehen und die aus einem Staubigen Feld einen coolen Fussballplatz machen. Dieses Projekt wollen/sollen/werden wir auf jeden Fall weiter führen und nach Möglichkeit auch noch ausbauen.

Auf dem Heimweg in die Stadt sind wir dann sogar noch 6 Elefanten begegnet die vor uns auf der Strasse spazierten.

Sambia hat uns also schon am ersten Tag völlig umgehauen mit all den völlig neuen Eindrücken und Erlebnissen.

Fotos und alles was ich sonst seit der Ankunft alles erlebt habe folgt möglichst bald.

 

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